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Chrom-Lacke

Tipps

Alu oder Chrom-Lacke lackieren

Chromlacke und Alulacke kommen immer mehr ins Gespräch. Nun wie wird so was gemacht? Erst mal was sind für Lacke. Es handelt sich dabei um extrem kleine Pigmente die mittels Ultraschaltechnik hergestellt werden. Die Produktion ist sehr aufwendig, und wird daher nur von wenigen Rohstofflieferanten überhaupt gemacht. Grundsätzlich sind für die Einzelnen Lackhersteller zur Zeit lediglich 2 Rohpigmente lieferbereit (zumindest soweit ich weiss). Der Unterschied liegt im Lackierresultat, das eine wirkt stärker reflektierend, das Andere besitz mehr Spiegeleffekt, ist aber dafür insgesamt dunkler. Zudem handelt es sich um sogenannte „Low fly“ Pigmente. Diese besitzen die Eigenschaft, dass sie leichter sind als der Lackbinder. So schwimmen die Pigmente in dem Lackfilm obenauf und bilden eine „geschlossene“ Oberfläche.

Untergrund

Der Untergrund, oder bessergesagt die Vorbehandlung ist ein wesentlicher Bestandteil, nur bei perfekter Vorbereitung ist der Effekt zu gebrauchen. Nach dem Der Untergrund wie gewohnt grundiert und geschliffen ist, sollte dieser dunkel vorlackiert werden. Die meisten Lacklieferanten schreiben Schwarz vor. Ich benütze ein dunkleres Blau, den so wirk der Lack später nicht so „russig“. Nicht alle Chromlacke sind aber auf Blau verwendbar, erst Probelackieren! Anschliessend muss alles perfekt mit 2K Klarlack versiegelt werden. Die Oberfläche muss perfekt sein und darf nicht geschliffen werden. Die besten Ergebnisse hab ich erzielt, wenn nach 24h ein Zwischenschliff mit 1000 Papier gemacht wurde und erneut 2K klarlackiert habe. Dies ist aber im Modelbau kritisch, da Details da zulackiert werden. Anschliessend sollte mindestens 7 Tage Trocknung erfolgen, dies darum, da der Lack erst nach dieser Zeit lösemittelfest ist und nicht wieder angelöst wird.



Nach der Trocknungszeit sollte alles gut gereinigt werden. Dies mache ich mit Alkohol (Brennsprit) Und einem Fuselfreien Lappen. Anschliessend gut nachtrocknen. Jetzt wird der Chromlack halbnass aufgetragen. Halbnass heisst, nicht völlig auf Verlauf lackiert, aber auch nicht nur hauch dünn nebeln. Beim Nebeln können sich die Pigmente nicht richtig legen, wir erinnern uns, es sind low fly Pigmente. Zu nass und sie schwemmen sich auf, es entstehen Fischaugen. Zwei saubere Spritzgänge sollten genügen.

Nach ca. 15min reibe ich das Ganze noch mit einem weichen Tuch ab, so wird der Effekt noch etwas verstärkt, da lose Pigmente weggenommen werden. An dieser Stelle ist es jetzt wichtig, das Ganze mit einem lösemittelfreien Lack zu fixieren. Wird jetzt ein Lösemittellack aufgetragen, ist die Gefahr sehr gross, dass die Chrompigmente aus der Lackschicht gehoben werden und in die nächste Lackschicht ausbluten. So wird das Ganze nur noch zu einem normalen Silber. Ich verwende dafür einen 2K Wasserlack. Wichtig sind dabei 2 Punkte, erstens der Lack sollte möglichst klar und glänzend sein. Zweitens muss er sich mit dem späteren Decklack vertragen. Da hilf nur ausprobieren! Wasserlacke sind erst „milchig“ dies verschwindet aber bei der Trocknung. Auf dem Bild sieht man schön, wie der Lack von den Kanten her abtrocknet. Ist der Lack getrocknet, kann nun gedecalt, oder Teilweise mit anderen Lacken farblich gestaltet werden. Auch Kandilasuren sind sehr schön auf dem Lack! Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Jetzt kann natürlich auch mit den üblichen 2K Klarlacken (wie Mipa) versiegelt werden. Viel Spass beim nachlackieren...



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